2014-04-13
Specials in Japan – Backwaren
Ich geh davon aus, dass vor 5-10 Jahren Backwaren hier
eingeführt und etabliert haben, nur etwas verrückter als bei uns. Dies haben
dann europäische Bäcker gesehen und vor 2-3 Jahren etwas normalisiert wieder zurück
nach Deutschland, Dänemark oder Frankreich usw. gebracht.
Betritt man hier eine „Bäckerei“ gibt es alles an sofort
essbaren Snacks, welche bei uns erst vor wenigen Jahren aufgekommen sind. Neben
kleinen Matchabrotlaiben gibt es Miniflammkuchen oder Brötchen mit Kartoffeln
und Käsecreme. Pizzaähnliche Gebilde und eingebackene Würstchen in allen
möglichen Varianten. Süßes ist auch in Massen vorhanden. Und alles schmeckt
hervorragend, vertraut aber anders…^^
Nach dem Check-Out gings zum Zug und wir verließen Osaka in
Richtung der Gegend, wo angeblich Rinder mit Bier massiert werden und deswegen
ein zartes, fein mit Fett durchwachsenes Fleisch aufweisen, was besonders
schmackhaft sein soll . Aber, um das zu probieren, ohne dass mein Geldbeutel zu
weinen beginnt, müssen noch einige Sonnen im Meer versinken… 40 € aufwärts pro
Stückchen Fleisch ist mir der Spaß nicht wert und mindestens viermal besser als
ein normales Stück Rind kann es nicht sein.
Trotzdem begrüßt uns Anpaman (Bohnenpasten-Man) in vielen verschiedenen Bildnissen in Kobe, auch wenn wir das Kobe-Rind nicht probieren möchten.
Trotzdem begrüßt uns Anpaman (Bohnenpasten-Man) in vielen verschiedenen Bildnissen in Kobe, auch wenn wir das Kobe-Rind nicht probieren möchten.
Eine Blumendekoration weißt uns noch einmal nett darauf hin,
dass Frühling ist, was wir ohne diese nicht bemerkt hätten.
Kobe besitzt einen großen internationalen Handelshafen und
erlangte 1995 im Januar aufgrund eines schweren Bebens traurige Berühmtheit.
Dabei starben mehr als 6000 Menschen. Das einzige, was hier noch daran erinnert
ist ein kleines abgegrenztes Stück des damals zerstörten Ufers, welches einen Teil
des Hafen-Memorial Parks bildet.
Und was wäre ein Hafen, ohne einen großen Fisch?! Ich bin
übrigens auch auf dem Photo…^^
Eine andere kleine Sehenswürdigkeit ist China Town, welches
viel sauberer und appetitlicher aussieht als in China. Deutsche Bierkrüge dürfen
hier natürlich nicht fehlen, die aufgrund der abgedruckten DM aber auch bei uns
schon eine Rarität wären.
Neben Essensständen mit Dumplings und Entenhautwraps gibt es
auch unzählige Souvenirshops mit lauter sinnvollen Errinerungsstücken.
Ein Mao T-Shirt hätte es mir fast angetan…ich wollte schon
immer einen kranken Massenmörder auf meiner Brust tragen. Vielleicht kauf ich
mir dann aber lieber bei der nächsten Gelegenheit ein Adolf T-Shirt.^^
Kobe ist sehr schön, aber nur ein Zwischenstopp, denn wir
wollten ja eigentlich in einer der bekanntesten heißen Quellen Japans baden.
Unser letzter Halt für heute ist in Arima Onsen. Das ist so etwas wie ein
japanischer Kurort in welchem wir gleich mit einer Art Kurkonzert am schick
arrangierten Fluss mit roter Brücke begrüßt werden (nachdem wir mit den netten
Worten ‚Map-oh‘ und einer Karte von Arima noch einmal aus dem Onsen-Hotel nach
draußen gebeten wurden.
Nach kurzer Wartezeit wurden unsere Koffer schon aufs Zimmer
gebracht und wir betreten eine ‚Welt aus Entspannung und Heilung‘ (laut
Prospeckt…stimmt aber auch wirklich) auf die wir nun 2 Wochen hin marschiert
und gereist sind. Das war auch dringend nötig…
Wir werden ins Zimmer gebracht und bei einer Begrüßungstasse Tee wird uns das Onsen nett uns ausführlich erklärt. Weiter machen wir Essenszeiten und Getränke fürs Abendessen aus.
Wir werden ins Zimmer gebracht und bei einer Begrüßungstasse Tee wird uns das Onsen nett uns ausführlich erklärt. Weiter machen wir Essenszeiten und Getränke fürs Abendessen aus.
Nun können wir, natürlich traditionell gekleidet, in diese
eben beschriebene Welt eintauchen und gehen erst mal in eine der Heilquellen. Vom Onsen direkt gibt’s keine Bilder, da dies den Leser nur
unnötig geil machen würde, aber ich beschreib hier mal kurz, wie das
funktioniert.
Zuerst wird sich kurz abgeduscht und dann geht’s in ein Becken mit Heilwasser. Diese Becken sind gefühlt zwischen Nudelwasser und Dampfkochtopf, denn der Japaner an sich badet kurz vor Verbrühungstemperatur. Lustig anzusehen ist auch die anschließende Zweifarbigkeit derer, die solche Temperatoren nicht gewohnt sind. Als hätte man jemanden bis zur Brust in Erdbeersoße getunkt. In Arima ist aber eher Eisen, Natriumchlorid sowie auch Radon im ‚Heilwasser‘ und wir hoffen, dass dieses Wasser nicht fälschlicherweise aus einer mir bekannten Quelle im Norden bei Fukushima stammt.
Jedenfalls nach dem ersten Bad kann mit weiteren Bädern weitergemacht werden oder man reinigt sich komplett mit allem drum und dran. Entspannend ist es allemal und den Kreislauf regt es auch an derweil unsere müden Füße schonend gegart werden.
Zuerst wird sich kurz abgeduscht und dann geht’s in ein Becken mit Heilwasser. Diese Becken sind gefühlt zwischen Nudelwasser und Dampfkochtopf, denn der Japaner an sich badet kurz vor Verbrühungstemperatur. Lustig anzusehen ist auch die anschließende Zweifarbigkeit derer, die solche Temperatoren nicht gewohnt sind. Als hätte man jemanden bis zur Brust in Erdbeersoße getunkt. In Arima ist aber eher Eisen, Natriumchlorid sowie auch Radon im ‚Heilwasser‘ und wir hoffen, dass dieses Wasser nicht fälschlicherweise aus einer mir bekannten Quelle im Norden bei Fukushima stammt.
Jedenfalls nach dem ersten Bad kann mit weiteren Bädern weitergemacht werden oder man reinigt sich komplett mit allem drum und dran. Entspannend ist es allemal und den Kreislauf regt es auch an derweil unsere müden Füße schonend gegart werden.
Nach dem ersten Badedurchgang und einer kleinen
Entspannungspause geht es weiter mit dem Abendessen, das uns im Zimmer serviert
wird. Eine Bedienung kommt ins Zimmer und deckt vorsichtig für jeden Gang neu
ein, wobei sie sich bei jeder Bewegung die auch nur einen 1 m-Radius um eine
Person herum streift sich bedankt oder entschuldigt für die Unannehmlichkeiten.
Steht der Gang nun verzehrbereit auf dem Tisch, erklärt sie nochmals jede
einzelne Speise. Außerdem gibt es zum Essen Tee und einen Süßkartoffellikör,
der nach leichtem Wodka schmeckt und gar keine Kopfschmerzen bereitet. Nicht
mal beim Minh…^^
Das Essen war hervorragend. Auf jeden Fall ist dies ein
Erlebnis wert. Im Anschluss an das 2 stündige Mahl werden von zwei Bediensteten
unsere Futon-Betten gerichtet und wir machen uns noch einmal auf einen kleinen
Verdauungsspaziergang durch den Kurort, wo wir vor einer idyllischen
Bachkulisse noch einmal die Gelegenheit bekommen ein paar Erinnerungsphotos zu
schießen.
Nach einem weiteren Wasch- und Trockengang sind wir vollends
entspannt und reif fürs Bett.
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