2014-04-04
Also…der Flug war nicht so lang, aber so ewig mit der
Passkontrolle plus Alibi-Zoll zu brauchen ist es etwas unnötig; vor allem dann,
wenn wir noch 1 ½ h zum Hotel haben. Nach einer weiteren Zug- und Metrofahrt
kommen wir wieder an die frische Luft und… es regnet. Nein, es schüttet. Ich
hoffe, dass wir hier nicht im England Asiens gestrandet sind doch wir kommen
pitschnass im Business Hotel Sakura an. Schuhe aus, Slippers an und ab ins
Zimmer, in dem etwas mehr als für 3 Aufklappmatratzen Platz ist. Das reicht
auch. Kurz den Blog zum ersten Mal aktualisiert und ab ins Bett.
…5 h später geht’s mit einem Kaffee weiter:
- Auf zum Ueno Bahnhof und in den Ueno Park. Es ist noch etwas
trüb, aber der Park ist schön. Hier geht’s zuerst ins Museum. Das National
Museum. Der allgemein asiatische Teil von diesem ist sehr schön aufbereitet und
man kann sogar Schafsknochen werfen um seine Zukunft vorherzusagen. Insgesamt
ist hier gesammeltes Kulturgut aus asiatischen Ländern ausgestellt, welches
vornehmlich von einer ‚Forschungsreise‘ (Sammelreise) von Anfang des 20sten
Jahrhunderts stammt.
- Im Nationalen Teil des Museums wird man nicht müde zu
erwähnen, dass der Buddhismus circa im 5 Jhd. über Korea ins Land kam und mit
den Kenntnissen aus meinem Reiseführer kann ich hier eine ähnliche
geschichtliche Entwicklung wie in Europa erkennen. Highlights sind hier Samurairüstungen
und naturalistische Gemälderollen. Genug Museum aber jetzt. Ich finde das immer
sehr anstrengend und der Hunger treibt uns nach draußen wo die Sonne herrlich
scheint…
- …und im Garten hinter dem Museum sehen wir zum ersten Mal richtig die Pracht der Sakura, der Kirschblüte. Denn hier regnet es aus einem sonnendurchleuchtetem Blüten- und Bläterdach nur noch weiße Kirschblütenblätter.
- Im Supermarkt kaufen wir ein kleines Picknickset
(Birnenfanta, Grüner Tee Kitkat und Sushibox) und genießen dieses auf einem
Baumstumpf neben allen anderen, die die Kirschblüte ins freie treibt. Wir
bemerken auch, dass es nicht nur um ein Picknick unter rosa-weißen Blüten geht
sondern vor allem darum, dass hier alle unter freien Himmel gemeinsam Trinken.
So wie ein Frühlingsfest ohne Humbaba… Essensstände, Straßenkünstler. Alles da.
- Weiter im Park rummarschiert und an einem Wal vorbeigekommen, der vor dem Wissenschaftsmuseum positioniert ist. Das brauch ich aber heute nicht. Wissenschaft hab ich sonst schon genug und weiter geht’s durch eine Schildkröten und Handwerkerstraße zu einem schönen mit Menschenmassen überlaufenem Tempel. BIG gibt es übrigens hier auch...
- Weiter an einer Kirschblütenuferpromenade vorbei, Regenschirm gesichert und noch etwas weiter durch den Platzregen, bis zu einer im Reiseführer empfohlenen Trinkhalle in der neben japanischen Speisen auch versucht wird deutsch zu bewirten. Als Snack zum Bier. German Sausageplate oder Kartoffelsalat als eigenständiges Gericht. Amüsant ist vor allem wenn man Japanern beim Wiener zerteilen mit Essstäbchen zusieht… aber es funktioniert auch irgendwie. Genauso wie wir und Essstäbchen.
…nach dem Sake jetzt noch ein japanisches Bad und wir sind frisch für den Fischmarkt von morgen.^^
Apropos... wenn man es nicht besser wüsste, dann würde man denken, dass die japanische Kultur noch anderen schlechten Einfluss hatte. Aber wir wissen ja, woher dieses Symbol stammt!
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