Dienstag, 8. April 2014

2014-04-08
Auch in Kyoto, der ehemaligen Reichshauptstadt und ebenso ehemaligem Kaisersitz des Landes, ist die Kirschblüte in diesen Tagen noch wunderschön und verlockt dazu hunderte Bilder zu machen. Die Bäume hängen voller weißer, zart und kräftig rosaner Blütenstände und stehen einzeln oder in Alleen Wege-umrahmend überall in jedem Park und an vielen Straßenrändern. Manche Bäume haben sogar zwei verschiedenfarbige Blüten aber an unterschiedlichen Ästen und kein Baum gleicht dem anderen doch jeder für sich ist ein Photo, wenn nicht sogar ein Gemälde wert…

Unser Tag startete heute Morgen mit dem silbernen Pavillon (Ginkakuji Temple). Dieses ist zwar nicht silber ist aber trotzdem sehenswert. Umrahmt von einem kleinen See und Stein-Zengärten inmitten einer Bonsai-Baum und Moos-Landschaft, welche sich einen leichten Hang zum Berg hin hinauftastet. Eine ausgeschriebene Route lässt schon die ganzen guten Fotokulissen genießen und ist nicht allzu anstrengend.



Der Weg zur Straße bietet Souvenirs und so manche Köstlichkeit, wie zum Beispiel einen mit Matcha-Creme gefüllten Windbeutel, und schließt direkt an den ‚Pfad der Philosophie‘ an, dem wir auch folgen.

Dieser wird nur von Kirschbäumen und einem kleinen Kanal begleitet auf wessen bergzugewandter Seite viele kleine Tempel, Schreine und Häuser in einem traditionellen Baustil stehen. Auch Hochzeitspäarchen nutzen gerne diese malerische Kulisse für ein Fotoshooting.


Nur einmal verlassen wir den Pfad um ein Gelände mit einem alten Aquädukt, dessen Nebenbauten und Tempel zu bestaunen, die auch alle sich in die etwas bergige Landschaft einfügen.





Den Pfad abgeschlossen ziehen wir weiter und machen uns auf den Weg zum nächsten vorgeschlagenen Wanderweg, der an Gion, dem Geisha-Viertel vorbeiführt. Hier begegnen wir einem Schulausflug, bei welchem wohl wirklich die ganze Schule dabei war, so viele Schüler wie uns begegnen. Viele der jungen Mädchen deuten auf mich und grüßen uns mit ‚Hello, Hello…‘ im vorbeigehen, als hätten sie noch nie einen Europäer gesehen. Vielleicht hatte ich aber auch nur Sonnencreme im Gesicht oder sehe einer Anime-Figur ähnlich… wenn ja muss ich mal nachfragen, welcher genau?! ^^

In diesem schönen alten Viertel laufen uns gleich traditionell gekleidete Leute entgegen, bei denen es sich für 2000 Yen eingekleidete Touristen handelt… auch Geishas sind unterwegs.


Auch in Japan findet man ältere Herren, die sich im Zeichnen üben und bedanken, wenn ich sie für ein Foto störe.

In den Gassen von Gion lassen sich schöne japanische Souvenirs, Süßigkeiten und kleine Snacks kaufen. Unser Wanderweg führt uns die Gassen Gions hinauf zum ‚Kiyomizudera Tempel‘, welcher nochmal einen wieder von Kirschbäumen gesäumten traumhaften Ausblick über Kyoto eröffnet.


Weiter machen wir nach einer kleinen Busfahrt im ‚Toji Tempel‘, der die mit 57 m Höhe größte Pagode Kyotos besitzt.


Nun haben wir aber genug Kulturschätze und Weltkulturerben für heute gesehen, weswegen Kyoto im zweiten Weltkrieg übrigens auch nicht bombardiert wurde, und gehen zu dem bisher architektonisch wertvollsten Bahnhof (Hauptbahnhof Kyoto) den ich kenne mit einer riesigen Treppe im Inneren und einer großen Aussichtsplattform an dessen Ende.


Nach etwas einheimischer Hilfe beim Grünteekauf in einem großen Kaufhaus haben wir uns auch endlich ein gutes Essen verdient, was den krönenden Abschluss für heute bildet.
...hatte ich schon einmal erwähnt, dass hier alles vorzüglich schmeckt?!^^

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