Auch in Kyoto, der ehemaligen Reichshauptstadt und ebenso
ehemaligem Kaisersitz des Landes, ist die Kirschblüte in diesen Tagen noch
wunderschön und verlockt dazu hunderte Bilder zu machen. Die Bäume hängen
voller weißer, zart und kräftig rosaner Blütenstände und stehen einzeln oder in
Alleen Wege-umrahmend überall in jedem Park und an vielen Straßenrändern.
Manche Bäume haben sogar zwei verschiedenfarbige Blüten aber an
unterschiedlichen Ästen und kein Baum gleicht dem anderen doch jeder für sich
ist ein Photo, wenn nicht sogar ein Gemälde wert…
Unser Tag startete heute Morgen
mit dem silbernen Pavillon (Ginkakuji Temple). Dieses ist zwar nicht silber ist
aber trotzdem sehenswert. Umrahmt von einem kleinen See und Stein-Zengärten
inmitten einer Bonsai-Baum und Moos-Landschaft, welche sich einen leichten Hang
zum Berg hin hinauftastet. Eine ausgeschriebene Route lässt schon die ganzen
guten Fotokulissen genießen und ist nicht allzu anstrengend.
Der Weg zur Straße bietet
Souvenirs und so manche Köstlichkeit, wie zum Beispiel einen mit Matcha-Creme
gefüllten Windbeutel, und schließt direkt an den ‚Pfad der Philosophie‘ an, dem
wir auch folgen.
Dieser wird nur von Kirschbäumen
und einem kleinen Kanal begleitet auf wessen bergzugewandter Seite viele kleine
Tempel, Schreine und Häuser in einem traditionellen Baustil stehen. Auch
Hochzeitspäarchen nutzen gerne diese malerische Kulisse für ein Fotoshooting.
Nur einmal verlassen wir den Pfad
um ein Gelände mit einem alten Aquädukt, dessen Nebenbauten und Tempel zu
bestaunen, die auch alle sich in die etwas bergige Landschaft einfügen.
Den Pfad abgeschlossen ziehen wir
weiter und machen uns auf den Weg zum nächsten vorgeschlagenen Wanderweg, der
an Gion, dem Geisha-Viertel vorbeiführt. Hier begegnen wir einem Schulausflug,
bei welchem wohl wirklich die ganze Schule dabei war, so viele Schüler wie uns
begegnen. Viele der jungen Mädchen deuten auf mich und grüßen uns mit ‚Hello,
Hello…‘ im vorbeigehen, als hätten sie noch nie einen Europäer gesehen. Vielleicht
hatte ich aber auch nur Sonnencreme im Gesicht oder sehe einer Anime-Figur
ähnlich… wenn ja muss ich mal nachfragen, welcher genau?! ^^
In diesem schönen alten Viertel
laufen uns gleich traditionell gekleidete Leute entgegen, bei denen es sich für
2000 Yen eingekleidete Touristen handelt… auch Geishas sind unterwegs.
Auch in Japan findet man ältere
Herren, die sich im Zeichnen üben und bedanken, wenn ich sie für ein Foto
störe.
In den Gassen von Gion lassen
sich schöne japanische Souvenirs, Süßigkeiten und kleine Snacks kaufen. Unser
Wanderweg führt uns die Gassen Gions hinauf zum ‚Kiyomizudera Tempel‘, welcher
nochmal einen wieder von Kirschbäumen gesäumten traumhaften Ausblick über Kyoto
eröffnet.
Weiter machen wir nach einer
kleinen Busfahrt im ‚Toji Tempel‘, der die mit 57 m Höhe größte Pagode Kyotos
besitzt.
Nun haben wir aber genug
Kulturschätze und Weltkulturerben für heute gesehen, weswegen Kyoto im zweiten
Weltkrieg übrigens auch nicht bombardiert wurde, und gehen zu dem bisher
architektonisch wertvollsten Bahnhof (Hauptbahnhof Kyoto) den ich kenne mit
einer riesigen Treppe im Inneren und einer großen Aussichtsplattform an dessen
Ende.
Nach etwas einheimischer Hilfe
beim Grünteekauf in einem großen Kaufhaus haben wir uns auch endlich ein gutes
Essen verdient, was den krönenden Abschluss für heute bildet.
...hatte ich schon einmal erwähnt, dass hier alles vorzüglich schmeckt?!^^
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